Security advice: Do not leave your backpack with inexperienced security officers.

Sicherheit ist ein ernstes Geschäft. Sicherheitsbeauftragte rund um die Welt sind darum bemüht, unseren Todeszeitpunkt möglichst weit nach hinten herauszuschieben. So hehr dieses Ziel auch sein mag, kann es dennoch zu unangenehmen Situationen kommen, wenn ein Sicherheitsbeamter sein Geschäft zu ernst nimmt – oder durchaus zu amüsanten Situationen.

Jeder hat gern mal ein bisschen Aufmerksamkeit. Ich habe auf meiner Rückreise einen Aufmerksamkeitsschub erhalten, von dem ich heute noch zehre. Dass wir seit Jahr und Tag keine Flasche Wasser mehr von zuhause ins Flugzeug nehmen dürfen, daran haben wir uns mit Sicherheit alle bereits gewöhnt. Dass inzwischen aber auch Armbanduhren und Funktelefone als Sicherheitsrisiko gelten können, war zumindest mir neu.

Zu Ihrer Sicherheit gelten auf allen europäischen Flughäfen neue Handgepäck-Bestimmungen

Eines haben europäische Flughäfen den US-amerikanischen voraus: Das Sicherheitspersonal ist deutlich laxer, und man muss bei der Sicherheitskontrolle seine Schuhe nicht ausziehen.

Da den USA diese “Laxheit” wohl bewusst ist, wird man beim Check-In auf einen Flug in die USA kurz von einem Agenten der amerikanischen Sicherheitsbehörden befragt. Haben Sie Ihren Koffer selbst gepackt, hat Ihnen jemand etwas mitgegeben, etc. etc. Ja, nein, ja, nein, ja… Haben Sie etwas in Ihrer Tasche, was wie eine Waffe aussehen könnte? Nein, natürlich nicht!

Wie sehr man doch irren kann.

Trial and Error

Der Mensch lernt nicht nur rein kognitiv, instruktiv oder wie auch immer, sondern auch durch ein uns allen äußerst bekanntes Prinzip: Versuch und Irrtum. Wir probieren etwas aus, schlagen uns dabei ein Knie auf oder kriegen eine sechs in der Klassenarbeit, und beim nächsten Mal erinnert unser Gehirn uns sanft daran, dass wir mit der Methode XY zuvor keinen besonderen Erfolg hatten.

Wir leben und lernen. Und wir machen Fehler. Oder schätzen eine Situation mal falsch ein. Wir müssen im Grunde gelegentlich irren, um zu lernen. Insofern bin ich niemandem für folgende kleine “Situation” böse. Im Gegenteil, selten stand ich so im Fokus der Aufmerksamkeit!

Auftritt: ein junger, unerfahrener Sicherheitsbeamter am Röntgengerät

Also, es war bei der Sicherheitskontrolle. Hunderte Menschen werden am Flughafen durch eine Engstelle geschleust, Rucksäcke, Rollkoffer und Handtaschen durchleuchtet, gelegentlich jemand abgetastet. Der Raum, in dem wir uns gerade befinden, ist gefüllt mit hunderten von Passagieren für zwei USA-Flüge.

Ich bin kooperativ und lege mein Laptop sowie meine Tüte mit Flüssigkeiten schuldbewusst in einen Plastikbehälter; ebenso meine Jacke sowie ein-zwei Kleinigkeiten aus meiner Tasche; und zuletzt meinen Rucksack. Ein Beamter lächelt mich freundlich an, ich schreite durch das Tor zur unendlichen Glückseligkeit und werde auf der anderen Seite mit einem durchaus liebenswerten “ok!” begrüßt. Mein Laptop und meine Jacke strahlen mich auch bereits an, fehlt nur noch mein Rucksack.

Was haben die denn mit dem vor?

Vor – zurück – vor – zurück. Kann der Typ kein Röntgenbild lesen? Hm, vielleicht habe ich wieder eine Wasserflasche im Rucksack vergessen… Was soll’s, rausnehmen, wegschmeißen, kauf ich mir halt ne neue. Kost’ ja nicht die Welt!

Zweiter Akt: Verdichtung

Während ich noch über Sinn und Unsinn von Flüssigkeitsregelungen nachdenke, spricht mich ein junger, sehr freundlicher (und durchaus schnuckeliger) Sicherheitsbeamter, von seinem Röntgenkollegen vorgeschickt, an: “Können Sie mir kurz sagen, was Sie alles in Ihrem Rucksack haben?” Klar! Bücher, Stifte, mein Handy… “Irgendwelche speziellen elektronischen Geräte?” Was meinst Du jetzt, Vibrator oder was? Willst Du mich auf den Arm nehmen, Alter? Das habe ich natürlich nur gedacht, gesagt habe ich: Nein, eigentlich nichts besonderes.

Derweil stehen um den Röntgenleser (der offensichtlich Tomaten auf den Augen hat) zehn ältere Kollegen. Ich höre Sätze wie “Isch bin neu, isch muss mir da erstmool än Bild machen!”, “Also, isch seh daa nix schlimmes, aber Du bis’ im Dienst, Du muss’ entscheiden!”. Na, das klingt ja erbaulich!

Die Hektik rund um mich herum nimmt spürbar zu, die Zahl der Beamtinnen und Beamten in adretter Kleidung ebenso. Meine Mitreisenden werden in andere Bahnen gelenkt, weg von mir. Da begreife ich zum ersten Mal, dass ich wohl als potenzielle Gefahr gesehen werde. Das Bild, das ich vom Röntgenlesegerät aus dem Augenwinkel erhasche, ist ein bizarres: Da liegt in einer Seitentasche meines Rucksacks meine Armbanduhr und mein Mobiltelefon, und die Kopfhörerkabel haben sich kunstvoll um beide herumgewickelt. Auf den unerfahrenen Sicherheitsbeamten muss das sehr überzeugend wirken (auf seine älteren Kollegen offensichtlich weniger).

Na, egal. Wenn keiner mit mir zu tun haben will, weil sie alle Angst vor mir haben, dann stelle ich mich halt neben den netten älteren Polizeibeamten und halte mit ihm ein kleines Schwätzchen. Eine sehr angenehme Person übrigens. So unaufgeregt!

Dritter Akt: Erregung

Ich habe mich inzwischen daran gewöhnt, von vielen Menschen angestarrt zu werden. Manche mit Neugier im Blick, manche mit Argwohn. Mir geht es aber deutlich besser als dem jungen Röntgenorakel. Der scheint sich seiner Sache nicht ganz sicher zu sein, und seine Chefin sich offensichtlich nicht ihres Untergebenen. Für einen Moment scheint mir alles seltsam unkoordiniert. In den USA wäre das nicht passiert! Da läge ich sicher schon längst auf dem Bauch, Hände im Genick. Deutschland, Deutschland, Deine Zukunft!

Und dann doch: Ein wichtiger Typ mit Schnauzbart (war der schon vorher da?) ergreift die Führung. Wir werden evakuiert! Man, was für eine Show! Sowas hab ich glaube ich noch nie erlebt, und das alles nur wegen mir! Ein wenig stolz bin ich schon, muss ich zugeben. Das letzte Mal ist mir sowas in der Art passiert, als ich vor zwölf Jahren in Tel Aviv auf dem Flughafen von zwei Soldaten abgeführt und von einem befragt wurde, warum ich in den Palästinensergebieten gewesen sei. Mich interessierte aber viel mehr, was er da unter der Uniform hat. Um die Geschicht kurz zu halten: Es wurde nichts aus uns beiden.

Vierter Akt: Verzögerung

Während mir diese Szene durch den Kopf geht, ich mit dem Polizeibeamten und dem schnuckeligen Kollegen des Röntgendeppen einen netten Plausch habe und dabei grinsend die Aufregung um mich herum beobachte, kommen die Bombenspezialisten angetrabt, sperren die Halle in einem Umkreis von 15 Metern ab und machen sich dann an die Arbeit. Was genau, das konnte ich aus meiner Perspektive leider nicht sehen. Aber die Auflösung sollte nicht lange auf sich warten lassen.

Fünfter Akt: (kein) Höhepunkt und Abschluss

Die “Untersuchung” dauert keine zwei Minuten, da werden wir alle wieder hereingebeten, mit den herrlich bürokratischen Worten: “ZK wiederbesetzen!” Ist das nicht herzallerliebst?

Nicht so lustig fand ich aber, dass der Inhalt meines Rucksacks völlig durcheinander in einer großen Plastikbox liegt. Wo bleibt denn da der deutsche Ordnungssinn? Naja, einen Wermutstropfen muss wohl jede Geschichte haben.

Dass ich meinen Flug verpassen könnte, darum war ich übrigens nie besorgt. Schließlich stand ja die Hälfte meiner Mitreisenden auf der anderen Seite der Evakuierungszone. Ich schlendere nach der ganzen Aufregung ganz gemütlich zum Boarding und hebe, immer noch mit einem leichten Lächeln auf den Lippen, 45 Minuten später in Richtung San Francisco ab!

Die Moral von der Geschicht’

Ein wenig tat mir der Röntgenmann Leid. Ob es für ihn Ärger geben könnte?

Die Flughafenpolizei Frankfurt hat meine Personalien. Ich hoffe doch auf Post von denen, mit einem kleinen Bericht! Nichts würde ich lieber machen, als den hier im Blog auszustellen! Man muss schließlich beide Versionen der Geschichte kennen :-)

 

So long!

Orte

Welcome to The City

Berkeley ist eine Universitätsstadt. Berkeley ist schön gelegen. Will heißen: Berkeley ist voller Studenten und daher manchmal ganz schön leer, und außerdem ist Berkeley selbst nicht unbedingt eine Schönheit (wenn auch ganz nett).

Welche Wunder hält dagegen die große Schwester im Westen, San Francisco oder einfach nur The City bereit (“Are you going to The City this weekend?”, “I heard there’s something neat going on in The City tonight!”, “You wanna move to The City?”). Nachdem ich jedes Wochenende in San Francisco verbracht habe und mich jedesmal zur letzten BART quälen musste (noch vor Mitternacht!), war es bald an der Zeit, mich nach einer Bleibe in der City umzuschauen – warum auch nicht, wenn man jenen wundervollen Ausblick haben kann, der auf dem zweiten der drei Bilder in der Galerie dieses Eintrags gezeigt wird – geklaut übrigens von meinem guten Freund Thomas, der mich vor Kurzem hier besucht hat.

Ich wohne ab dem neuen Jahr hier.


Größere Kartenansicht

Fast direkt im beliebten Duboce Triangle, oder noch genauer gesagt, in unmittelbarer Nachbarschaft zum famosen Viertel Castro (siehe drittes Bild). Auf dem Panoramabild von San Francisco findet Ihr mein Häuschen ein kleines Stück rechts vom Fuße des braunen Hügels, in Richtung der großen Straße.

Mein Vermieter und Mitbewohner ist Amerikaner, hat aber selbst schon in Deutschland gelebt, und freut sich bereits darauf, mit meinen zukünftigen Besuchern ein wenig Deutsch zu üben.

Journalismus

Jüngst habe ich noch einen anderen Ort “für mich” eingerichtet – und für zwei Frauen.

Moment, sind wir hier jetzt im Mormonentum angekommen?! Keine Sorge, ich bin in keinster Weise zu irgendwas konvertiert, sondern mutiert: zum stolzen Mitherausgeber unserer neuen Fachzeitschrift!!

Translation: Computation, Corpora, Cognition

Soll mir keiner sagen, mein Aufenthalt hier sei zu nichts nütze gewesen! Ihr müsst auch gar nicht verstehen, worum es in der Zeitschrift geht. Ihr sollt es nur toll finden.

Ortswechsel

Allzu weit ausholen werde ich heute nicht mehr können. Schon morgen früh PST (Pacific Standard Time) verlasse ich diese Wohnung und begebe auf den großen Sprung über den großen Teich ins…ähm, nee, dieser Reim wäre politisch durchaus unkorrekt.

Sagen wir einfach, ich komme Euch besuchen!

Ich muss packen – bis später also!

Thanksgiving und andere Mythen

Stille.

Bedächtige Stille.

Ein entlaufener Truthahn huscht durch die dunklen, fast ausgestorbenen Straßen. Seit dem frühen Nachmittag wurde hier keine Menschenseele mehr gesehen.

Dreht man sich um, sieht man hellerleuchtete Fenster, hört lautes Gelächter und essenserstickte Stimmen.

Thanksgiving

Der Amerikaner, wie “ihn” ein ehemaliger Nationaltrainer mal liebevoll titulierte, feiert Thanksgiving mit viel Inbrunst, viel Essen und VIEL ESSEN. Thanksgiving, so scheint es, ist im Grunde der höchste amerikanische Feiertag. Schon in der Woche davor wird hektisch vorbereitet, geplant und gekocht. Am eigentlichen Tag selbst wird gegessen – Entschuldigung, es wird eigentlich gefressen!

Nicht, dass ich persönliche Erfahrung dazu beitragen könnte. An diesem Tag noch hatte ich Besuch von meinem guten Freund Thomas, und nachdem dieser sich am frühen Nachmittag wieder von dannen begeben hatte, nutzte ich den Tag, um einfach auszuspannen. Das Wochenende hielt genug Unterhaltung für mich bereit, z.B. in Form eines Spaziergangs durch den Briones-Nationalpark (siehe Bilder unten).

Der Amerikaner nutzte den Abend ebenfalls zu entspannen, denn der nächste Tag wurde intensiv. Auf Thanksgiving folgt nämlich traditionell…

Black Friday

Wildcampende Menschen, prügelnde Massen und Warenknappheit klingen eher nach einer Naturkatastrophe, stehen aber eigentlich “nur” für die amerikanische Version des Sommerschlussverkaufs, der hier allerdings an einem einzigen Tag stattfindet: am Black Friday.

Dieser Tag markiert gleichzeitig den Beginn der Weihnachtssaison, ähnlich wie unser erster Glühwein auf einem Weihnachtsmarkt. Und da der Amerikaner Weihnachten gerne kitschig hat, kommt es zu solchen Weihnachtsbaumbeleuchtungen wie auf einem der unteren Bilder.

Ich habe mich aus dem Black Friday-Geschehen komplett rausgehalten und lieber stattdessen Kaffee und Kuchen gefrönt. Naja, fast ganz rausgehalten. In modernen Zeiten muss man sich ja nicht mehr in die Kaufhausschlange stellen, um an Waren zu gelangen. Apple war so nett, seinen Preisnachlass über seine Webseite zu gewähren, was dazu führte, dass ich zu einem sensationell günstigen Preis ein Top-MacBook Air erstehen konnte. Bilder von meinem neuen Baby ebenfalls zuunterst :-)

Mythos Occupy?

Wo wir gerade schon bei Mythen und beim Konsum sind, darf ein Thema nicht fehlen (na, ist das nicht eine gelungen Überleitung!!): Occupy. Occupy droht nach und nach zu einem Mythos zu werden, und ein politischer neuer Stern am Himmel tut sich zumindest in den USA noch nicht nennenswert auf.

Occupy beschäftigt mich auch deshalb, weil ich jeden Tag darauf schaue. Die letzten Okkupisten sammeln sich im Park direkt vor meinem Institut. Das unten gezeigte Bild (aufgenommen vom Dach unseres Institut, von dem aus man einen herrlichen Blick auf die Golden Gate-Brücke hat, um das hier mal en passant zu erwähnen…) stammt noch von den ersten Tagen der Besiedlung, inzwischen steht der Rasen voll. Nachdem Occupy überall hier in der Gegend von der Polizei aufgelöst wurde, scheint Berkeley derzeit die einzige Hochburg der Region zu sein.

WarnMe @ Berkeley.edu

Die Universität Berkeley wird bzw. wurde damit zwischenzeitlich zum Schauplatz größerer Protestaufmärsche von tausenden von Studenten, die mit Transparenten durch die Straßen und über den Campus zogen, begleitet von mehreren, lauten und nervenden Fernseh- und Polizeihelikoptern, die nicht selten den ganzen Tag über der Stadt flogen.

Zwischenzeitlich sah es so aus, als könnten die Proteste in Gewalt umschlagen. Zu dieser Ansicht trugen nicht nur kleine Handgemenge zwischen Studenten und Polizisten bei. Während einer Sitzung wurden wir von der Warnung überrascht, das Haus nicht zu verlassen. Eine Person sei mit einer Waffe auf dem Campus unterwegs. Ein Amokläufer aus den Reihen der Protestierenden? Das “Problem” wurde schnell “gelöst” und der Täter mit einer Schwusswunde bald ins Krankenhaus gebracht (wovon wir nichts mitkriegten). Letzten Berichten/Gerüchten zufolge handelte es sich um eine Art Selbstmordversuch. Der Täter hatte so lange mit der Pistole rumgefuchtelt, bis die Beamten endlich schossen. Kurz nach dieser Aktion verstarb der junge Mann im Krankenhaus.

Mythos Wilder Westen?

San Diego, California Latina

(Fotos am Ende; WordPress weigert sich gerade, Bilder zwischendrin einzufügen…)

Meine erste größere Tour außerhalb der Bay Area brachte mich, zusammen mit meinem inzwischen nach Deutschland zurückgekehrten ICSI-Kollegen Bernd, nach San Diego im Süden Kaliforniens. Die geografische Lage fast direkt an der Grenze zu Mexiko dürfte ein klarer Faktor für etwas sein, was in Kalifornien ohnehin spürbar ist, an dieser Stelle aber im Besonderen: der starke Einfluss der lateinamerikanischen Bevölkerung. Das zeigte sich während unseres Besuchs besonders daran, dass dort nicht nur das amerikanische Halloween, sondern auch der día de los muertos ”Tag der Toten” gefeiert wurde.

Stay Inn

Am bemerkenswertesten fand ich zunächst aber mal unsere Unterkunft, die irgendwie amerikanischer nicht hätte sein können. Parken direkt vor der Zimmertür, und ein beheizter Pool war auch dabei. Ganz wie im Film. Fehlen nur noch die Polizisten, die meine Kabine stürmen.

Countryside

Die Stadt selbst hat neben ihren Inns und Freeways aber auch einiges an Natur zu bieten – mehr als nur tolle Strände! Eine besondere Attraktion ist der Zoo von San Diego, der etwas weiter außerhalb einen Safaripark als Außenstelle hat. Diese beiden Attraktionen haben uns eineinhalb Tage lang auf Trab gehalten!

California Latina

Ein absolutes Highlight war allerdings der bereits erwähnte Tag der Toten, eine Festlichkeit, bei der die Bevölkerung die Toten ehrt, indem sie sie auf den Friedhöfen besucht und Altäre baut, auf denen Erinnerungsstücke aufgestellt werden. Das Fest ist ein freudiges Fest, zu dem man sich verkleidet, häufig mit Totenkopfmaske. Klingt sehr nach Halloween, ist aber doch irgendwie anders. Sehr schön fand ich, dass sich auch viel Nicht-Latino-Bevölkerung druntergemischt hat – ein Zeichen, dass gegenseitiges Interesse und Zusammenleben funktionieren können.

Fazit

Die San Diego-Woche war eine willkommene Abwechslung nach vielen, vielen Wochen der Vorbereitung, Umstellung und Eingewöhnung. Jetzt kann es auf zu neuen Ufern gehen! Mehr zu den neuen Ufern gibt es hoffentlich bald…


Survival of the fittest

Relativ zu Beginn meines USA-Besuchs ein durchaus kritischer, etwas nachdenklicherer Eintrag, gerade durch aktuelle erste Erlebnisse begründet. Es gibt hier noch einiges an Wundern und Schönheiten zu entdecken – aber beginnen wir erstmal mit dem kritischen Blick, den gerade sozial orientierte Europäer auf die USA gerne kultivieren.

Stark, stärker, am stärksten

Darwins Evolutionstheorie besagt unter anderem, dass sich diejenigen Spezies ausbreiten, die am besten an ihre Umgebung angepasst sind; der Rest geht – grob gesagt – unter. Gelegentlich wird diese Lehre der Anpassung als Lehre vom Überleben des Stärkeren (oder Stärksten) fehlinterpretiert. Stärke, so ein nicht seltenes Credo, ist das A und O.

In unserer “westlichen” Gesellschaft misst sich Stärke vor allem am wirtschaftlichen Vermögen einer Person. Während viele Kulturen sich darum bemühen, einen derartigen Ausgleich zu schaffen, dass niemand völlig unter der Last der Übermacht anderer erdrückt wird, werden in anderen Kulturen krasse Unterschiede zwischen armen (=Schwachen) und Reichen (=Starken) als gottgegeben, ja sogar gottgewollt angesehen. Zu letzteren Kulturen kann man – im Querschnitt – meines Erachtens auch die US-amerikanische Kultur zählen. Unvergessen sind z.B. die Warnungen mancher Gesellschaftsteile vor “Kommunismus”, als die Obama-Regierung 2010 die Krankenversicherung derart ausweitete, dass große Teile der zu jener Zeit ca. 15% der Bevölkerung, die keine Krankenversicherung hatten, von einer verbesserten Gesundheitsversorgung erfasst wurden. Tenor der Kritiker: lieber ein paar Millionen Menschen ohne gesicherte Behandlung mehr als solcherlei quasi-kommunistische Eingriffe durch den Staat. Wenn man den Berichten glauben darf, war sogar die Mehrheit der US-amerikanischen Bevölkerung gegen diese Reform.

Dass Gesundheit hier sehr schnell sehr teuer werden kann, habe ich am eigenen Leib zu spüren gekriegt. Nach einem vom Flug verursachten Tubenkatarrh, musste ich mich einer einfachen ärztlichen Untersuchung unterziehen (allerdings inklusive umfangreicher Erstanamnese), in Folge welcher ich ein spezielles Nasenspray verschrieben bekam. Gesamtkostenpunkt: 719 $.

99%

Zuletzt haben die USA mit ihren occupy-Bewegungen Furore gemacht. Ausgehend von breiten Protesten gegen soziale Einschnitte bzw. Missstände beispielsweise in Spanien oder Israel, formierte sich eine Gruppe – rund um eigentlich kanadische Aktivisten – , die mit diversen Aktionen in einem Park im Finanzzentrum New Yorks auf die wachsende Ungleichheit zwischen Arm und Reich hinweisen wollte. Diese occupy-Bewegung fand Nachahmer im ganzen Land, natürlich auch in einer Universitätsstadt wie Berkeley:

Die Proteste sind meistens sehr bunt und bisher erstaunlich gewaltfrei. Inwiefern sie in eine veritable politische Strömung münden werden können, muss sich erst noch zeigen. Getragen werden die Proteste von verschiedensten Leuten, von Studenten, von average Joe, aber insbesondere – zumindest hier in Berkeley – auch von den vielen Obdachlosen und Bettlern, die hier kein seltener oder gelegentlicher Anblick sind, sondern leider zum alltäglichen Straßenbild gehören.

Inzwischen hat diese Art von Protesten natürlich auch Nachahmer in anderen Ländern gefunden, u.a. in Deutschland. Scheinbar ist ein neues Verhältnis zwischen den 1% “da oben” und den 99% “da unten” nicht nur in den USA vonnöten.

Occupy Oakland

Der soziale Brennpunkt schlechthin in der sonst gut aufgestellten Bay Area ist die Stadt Oakland. Die Stadt ist arm und hat – scheinbar nicht untypisch für eine amerikanische Stadt mit eher ärmlichen Verhältnissen – einen hohen Anteil schwarzer Bevölkerung. Die Kriminalitätsrate ist hoch, wenn man diversen Berichten Glauben schenken mag, wurde fast jeden zweiten Tag im Jahr 2009 eine Person in Oakland ermordet. Gleichzeitig ist die Gemeinde chronisch unterfinanziert und schickt ihre Polizisten wegen solcher “Bagatellen” wie z.B. Einbrüchen oder Diebstählen schon gar nicht mehr raus.

Kritisch rückt bei allen Diskussionen um Armut und Gerechtigkeit das Verhältnis von Schwarzen und Weißen in den Vordergrund. Wie ein deutscher Kommentator in einem Forum befand, würden alle Armen aus San Francisco nach Oakland abgeschoben, damit es die “verwöhnten reichen Kinder” in San Francisco angenehmer hätten.

Letzterer Kommentar deutet fast etwas wie aktive Ghettobildung an und fußt auf der These, an allem Unglück anderer Bevölkerungsgruppen sei der stärkere Weiße Bevölkerungsteil Schuld. Tatsächlich ist es durchaus so, dass man hier folgendes beobachten kann: Auf einer Baustelle sieht man – zumindest hier in der Umgebung – am ehesten Latinos. Auf einem Busfahrersitz sitzen häufig Schwarze. Ähnlich sieht es bei Taxis aus, wobei sich da noch der eine oder andere Inder dazugesellt. Auf dem Unicampus dominieren dagegen Weiße – und Asiaten.

Das ist zwar alles eine grobe Vereinfachung, dürfte aber die bestehenden Verhältnisse durchaus widerspiegeln. Worin allerdings die Ursachen dafür liegen, darüber gibt es geteilte Meinungen.

Natürlich stimmt es, dass die USA einerseits eine lange Historie von Rassendiskriminierungen haben. Spätestens seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts dürfte sich viel getan haben, was nicht zuletzt in der Wahl eines schwarzen Präsidenten gipfelte. Inwiefern das aber die ungleichen Chancen für breite Schichten der Bevölkerung positiv beeinflussen kann, sei dahingestellt.

Die “Opferthese” (ich zitiere hier nur) wird – unter den gegebenen neuen Umständen – allerdings durchaus auch angezweifelt, etwa auch durch Prominente wie Bill Cosby. Zusammen mit seinem Kollegen Alvin F. Poussaint, seines Zeichens Psychologieprofessor in Harvard, veröffentlichte er im Jahr 2007 ein Buch mit dem Titel Come On People: On the Path from Victims to Victors. In diesem Buch kritisieren die beiden die – wie sie meinen – Einstellung vieler Schwarzer, die sich lieber dem Lamento übergeben und weigern, sich der Gesellschaft selbst anzunähern – z.B. indem sie sich weigern, die Standardsprache zu lernen. Eine neue Einstellung, so die Autoren, sei der Schlüssel zum Erfolg. Vor allem: harte Arbeit und intakte Familien.

Nun steht es mir, mangels Kenntnis, nicht zu mich zu diesen Punkten mit einer Meinung zu äußern. Nicht uninteressant ist die Parallelität, die diese Diskussion mit aktuellen Diskussionen in Deutschland mit Bezug auf diverse Migrantengruppen hat. Spannend wird bleiben, in welche Richtung sich die USA entwickeln, und ich behaupte, dass die USA, dank der occupy-Bewegung aber auch aufgrund anderer neuerer Gruppierungen wie etwa der Tea Party-Bewegung, an einem Scheidepunkt stehen. Wie es sich weiterentwickelt – wird sicher auch mit der nächsten Präsidentschaftswahl im Jahr 2012 entschieden.

So long!

I beg your pardon? –”Saawwwwrrriieee?!?!?!”

You gotta focus!

Vor etwas mehr als einer Woche bin ich sicher und wohlbehalten, wenn auch müde nach einem 11-stündigen Flug, in San Francisco gelandet. Nach diversen Formalitäten bei der Einwanderung sowie der ersten Begegnung mit der amerikanischen Service-Mentalität am ÖPNV-Stand (“I appreciate your patience, Sir!” – nachdem ich ca. 17 Sekunden, gefühlt 11, gewartet hatte) ging es für mich auf die BART, die S-/U-Bahn, die die Bay Area durchquert. An meiner Ankunftsstation wurde ich von meiner Vermieterin abgeholt, in einer ersten Touri-Tour durch die Stadt gefahren und dann wohlbehalten in meine neue Wohnung gebracht. Hier ein paar Eindrücke vom Ausgangszustand (es liegt inzwischen viel, viel, viel mehr Zeug rum):

Diese herzliche Begrüßung ging am nächsten Tag gleich weiter, an meinem Arbeitsort, dem ICSI. Schön war zu erleben, wie sehr sich alle bemühen, mir den Anfang so einfach wie möglich zu machen – Servicementalität eben. Auch hier waren die Eindrücke wiederum vielseitig.

Wo wir gerade von Eindrücken sprechen, sie sind gerade in den ersten Tagen natürlich zahlreich vorhanden. Ich will mich aber nach Möglichkeit an meine bisherigen Gewohnheiten halten und mich pro Eintrag möglichst auf ein Thema konzentrieren.

Konsequenterweise widme ich meinen ersten USA-bezogenen Eintrag meinem größten Interessensgebiet: der Sprache!

Von Kaugummi und Kauboys

Am besten klingt der amerikanische Akzent, wenn der betreffende Sprecher in kariertem Hemd, Jeans und mit Cowboyhut lässig am Zaun seiner Farm angelehnt steht, dabei einen Kaugummi kaut und die Laute genauso in die Länge zieht wie das zerkaute Etwas zwischen seinen Zähnen. Wie sehr stellen wir uns dagegen bei britischem Akzent einen Protagonisten vor, der mit Anzug und Regenschirm sowie leicht gerümpfter Nase jedes Wort treffend platziert und mit minimaler Anstrengung vor sich hin näselt. In keine der beiden Kategorien passt der Held folgender kleiner Episode (as seen on Will & Grace), er zeigt dennoch auf beeindruckende Art den Unterschied zwischen dem Britischen und dem Amerikanischen auf.

Wie der eine oder andere geneigte Leser oder die eine oder andere geneigte Leserin weiß, fußt mein Englisch hauptsächlich auf dem Kontakt mit der Insel, die kurz vor Europa liegt. Dies dürfte auch der Grund dafür sein, dass ich insbesondere im ICSI schon mehrfach darauf angesprochen wurde, woher ich denn mein Englisch hätte – amerikanisch sei es sicher nicht.

Die Verständnisprobleme, die ich im Vorhinein erwartet hatte, halten sich in Grenzen. Eine große Ausnahme stellt aber – meine auf diesem Feld wohl viel bewanderteren Kollegen mögen meinen möglicherweise nicht mehr ganz zeitgemäßen Begriff entschuldigen – die Afro-American English Vernacular dar, also der Dialekt, den viele Schwarze hier sprechen. Mind you, er hat mir die Eröffnung meines Bankkontos nicht gerade einfach gemacht. Zum Glück konnte ich meine ständigen Rückfragen auf die Kombination aus Erkältung und langem Flug schieben.

Auch wenn das Britische und das Amerikanische (sowie andere Varietäten des Englischen) im Grunde die gleiche Sprache sind, gibt es sogar zwischen ihnen durchaus Missverständnispotenzial. Dass etwa die BART hier nicht die tube, sondern die subway ist, versteht sich ziemlich bald. Transportiert man etwas größeres mit dem Auto, so legt man es hier nicht in den boot, sondern in den trunk. An solche Umstellungen gewöhnt man sich schnell, man kann aber mit seinem Britisch hier durchaus auch ins Fettnäpfchen treten.

Jedem, der Fremdsprachen lernt, sind die sogenannten false friends, die “falschen Freunde” ein Begriff – also Wörter, die in zwei Sprachen in der Form sehr ähnlich sind, aber in jeder etwas ganz anderes bedeuten. Eine sehr seltsame Antwort könnte man bekommen, wenn man auf die Frage, wohin zwei Kollegen gegangen seien, mit der im Britischen durchaus üblichen Wendung They went for a fag (“Sie sind eine rauchen gegangen”) antwortet. Im Amerikanischen hat fag die Zweitbedeutung der “Kippe” nie erhalten oder zumindest nicht beibehalten (falls es die Bedeutung hier jemals gab). fag bedeutet im Umgangssprachlichen schlicht und ergreifend – Schwuchtel.

Das Amerikanische mag für uns ziemlich breit und damit sehr großspurig klingen. Der Eindruck wird sicher durch Akteure verstärkt, die der Außenwirkung der USA nicht immer einen guten Dienst erwiesen haben, man denke nur an einen der letzten Präsidenten. Es ist aber in gewisser Weise auch der Ausdruck einer geradezu einnehmenden und beeindruckenden Hemdsärmeligkeit, die allerorten zu Tage tritt. So schließen sich in einem übervollen Bus schonmal spontan Fahrgäste zusammen, um das Ein- und Ausstiegsszenario weniger chaotisch zu gestalten, oder man wird auf offener Straße auf seine neuen Schuhe angesprochen, wie schön die seien und wo man die gekauft habe (I love your red’n'whites, where did ya get’em from? - Reaktion einer Amerikanerin mittleren Alters auf meine neuen, roten Chuck-Stiefel). Alles Dinge, für die man in vielen Gegenden Europas durchaus schräg angeschaut werden könnte.

Wenn ich also auch nicht unbedingt den Akzent lernen will, so kann ich vielleicht doch etwas anderes Gewinnbringendes mit nach Hause nehmen.

In diesem Sinne – Have a very good one!

Reisevorbereitungen, oder: “Welches Kofferl hätten’s denn gern?”

Die Lebensweisheiten von Politikern sind unerschöpflich. Vom Kant’schen Kategorischen Imperativ über “Ich sage nur, wozu ich auch 100%-ig stehe” bis hin zu “Ich kann mich nicht mehr erinnern” reichen die Einzeiler. Amüsanter sind nur noch die von Fußballern zum Besten gegebenen Sprüche (“Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien!”).

Ich bilde mir ein, vor einiger Zeit von einem perspektivischen Jungpolitiker folgenden Satz gehört zu haben:

Jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt.

Kurz darauf wurde seine Partei bei mehreren Landtagswahlen massiv abgestraft. Möglicherweise der erste Schritt auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit.

Aber nun zurück zu mir. Seien wir ehrlich: Bei meinem Weg hätte man die ersten paar Schritte getrost weglassen können. Diese bestanden nämlich aus allzu spannenden Dingen wie: Visum beantragen, aus dem Zimmer ausziehen, Wohnung in Berkeley suche, Geldtransfer in die USA regeln etc. etc.

Achja – und Koffer kaufen.

Von vorneherein war mir eines klar: Auffällig sollte er sein! Warum? Nun, man stelle sich folgende – vollkommen aus der Luft gegriffene – Situation vor.

Wie ein Boom-Boom-Boom-Boom-Bumerang…

Man nehme: eine WG mit vier Personen in vier Zimmern, die an einem langen Flur wie eine Perlenschnur aufgereiht sind. Des Weiteren teile man die Personen so auf die Zimmer auf, dass meines am Ende liege und das unserer fiktiven Erzählerin am Anfang des Flurs, nahe der Wohnungseingangstür. Ausgangssituation: Es ist Zeit für mich, zu einem Termin/Treffen/Ereignis/… loszugehen.

 

tapptapptappTappTapp… “Ich bin mit Stefan zum Spo-hocht verabredet! Tschühüs!” TappTapp – KLACK! – TappTapptapptapp…

 

…tappTappTapp – Kchrchrchrkrr – Klack “Ich bin’s nur, hab was VERGESSEN!” TappTapptapptapp…tapptappTappTAPP – KLACK! – TappTapptapptapp…

 

…tappTappTapp – Kchrchrchrkrr – Klack ”OH MANN! Ich nur wieder…bin gleich wieder WE-HEG!”  TappTapptapptapp…tapptappTappTAPP – KLACK! – TappTapptapptapp…

 

..tappTappTAPP – KRCHKRCHKRCHKLACK!!
“SCHEIßE!!!!!!!”
TAPPTAPPTAPPTapp…TappTAPPTAPP – “JETZT ABER!” – KLACK! TappTappTapptapptapp…

 

Stille.

 

Wildes Gelächter aus dem ersten Zimmer.

 

Rote Koffer statt Roter Socken

Auffällig sollte der Koffer also sein, um nicht am Bahnhof/im Zug/am Flughafen/… vergessen zu werden.

Als ich ihn sah, war es Liebe auf den ersten Blick!

So einfach wollte ich es ihm aber nicht machen. Wer sich interessant machen will, macht sich rar! Ich umging ihn also mit etwas Abstand, probierte den einen oder anderen Koffer aus, deutete an, diesen oder jenen vielleicht kaufen zu wollen, und dann, als er beinahe schon mein Spiel durchschaut hatte – packte ich beherzt zu!

Ist er nicht schön?!?!?!

 

Die restlichen, unschönen Details meiner Reisevorbereitungen will ich Euch lieber ersparen.

Auf bessere Zeiten!

Objective of Study

Dem geneigten Leser ein herzliches Willkommen! Ich gehe bald. Ja, bald! In einer Woche beginnt schon mein Auszug, in drei Wochen ziehe ich dann ganz weit hinaus, in die weite Welt. Nicht über den Jordan, aber immerhin doch über den großen Teich.

Damit wir wenigstens gefühlt etwas näher aneinander gerückt bleiben, will ich hier über meine Erlebnisse berichten. Zunächst aber etwas zu meinem Weggang.

Warum ich gehe

Am Anfang war das Wort.

Nun, eigentlich viele Wörter. Vier Seiten. Aber nehmen wir es mal nicht so genau. Nun, wo wir gerade bei genau nehmen sind… Vier Seiten mit Anhang, Lebenslauf und so.

Auf jeden Fall war dieses Wort… – Entschuldigung – waren diese vier Seiten scheinbar so überzeugend, dass man mir viel Geld gab. VIEL Geld. Zumindest für mich (für andere bestimmt Peanuts).

Das dumme an diesem Geld ist, dass ich es nicht ausgeben kann, wie ich will. Ich muss damit was bestimmtes machen. Doof, ne? Da gibt man schonmal jemandem viel Geld, und dann soll der dafür…. nun, was soll’s. Ich hab also viel Geld und muss mir damit was bestimmtes leisten.

Dazu gehört z.B. eine Flugreise. Und eine Wohnung. Und ein Fahrrad. Und Schlösser für das Rad. Und… Spannend, nicht wahr?

Und wo(hin) das alles? Nun, wer es genau wissen will, der schaut am besten hier:


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Wofür ich das Geld bekam

Manche Leute retten die Welt. Andere schaffen die Probleme für die Weltretter. Und was mache ich? Ich erfinde Probleme, die ich selbst löse. Geile Masche, ne? Ich schaffe mir selbst die Arbeit, die ich dann erledige. Aber was genau mache ich denn?

Hm…sowas halt:

Alinierung

Was zur Hölle ist das?

Ich arbeite mit Alinierungen von Dependenzstemmata paralleler Korpusdaten. Kombiniert werden soll das ganze mit framesemantischen Annotationen zwecks Analyse interdependenter syntaktischer und semantischer Shifts als Ergebnis kontrastiver grammatischer Merkmale, translatorischer Strategien und divergierender kultureller Hintergründe.

Noch nicht verstanden? Dann sage ich es mal…

Ad usum delphini

Ich mache was mit Sprachen.

Fazit

Der geneigte Leser neigt spätestens an diesem Punkt nur noch sein Haupt, in einsamem Kampf mit einem schier übermachtigen Schlafbedürfnis. Bestimmt fragt er sich:

WO SIND DIE KNACKIGEN THEMEN????!!!!!

Gemach, gemach! Die kommen noch. Kommt Zeit, kommt Thema :-)

 

Bis ich wieder schreibe, hoffe ich, schreibt auch ihr mir fleißig!

 

Es grüßt
der geneigte Autor